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Männer und Frauen

Muttertag

von Petra Brändle, Mauren am 11.05.2012

 

Alle Jahre wieder kommt jener Tag, an dem wir unsere Mütter ehren und ihnen zeigen, dass wir froh und dankbar sind, sie zu haben. Diesen Sonntag ist es wieder so weit. Auch wenn in der Werbung nur Kinder gezeigt werden, die ihre Mutter mit Basteleien, Zeichnungen, Gedichten, Schokolade und Blumen beglücken, stehen auch wir Erwachsenen vor der Aufgabe, unseren Müttern eine verdiente Freude zu machen.

Die Herkunft des Muttertages lässt sich nicht genau nachweisen. Dementsprechend unterscheiden sich die Ansichten. Einige sehen die Wurzeln dieses Festtages im alten Griechenland in der Verehrung von der Mutter Zeus‘ im März. Andere führen das Brauchtum auf das England im Mittelalter zurück, an dem am Fastensonntag die eigene Mutter besucht und mit einem kleinen Geschenk erfreut wurde. Einig sind sich alle, dass gegen 1900 sich Frauenrechtlerinnen, allen voran Anna Jarvis aus Philadelphia für die Anerkennung eines Ehrentages für Mütter einsetzten und 1914 vom amerikanischen Präsidenten Wilson  der zweite Sonntag im Mai zum landesweiten Muttertag erklärt wurde. Die Schweiz folgte diesem Beispiel 1917 und nach dem zweiten Weltkrieg wurde dieser Brauch in ganz Europa eingeführt. Leider konnte ich noch nicht herausfinden, wann zum ersten Mal in Liechtenstein der Muttertag gefeiert wurde. Falls Sie es wissen, schreiben Sie mir bitte unter info@45plus.li.

Was zum Muttertag gemacht wird ist unterschiedlich. Blumen zu überreichen steht aber weltweit an erster Stelle. Sehr viele gehen (zusätzlich) gemeinsam in ein Restaurant essen und verbinden dies auch recht häufig mit einem (Halb-) Tagesausflug. So unterschiedlich, wie die Mütter sind, so unterschiedlich können auch die Geschenke sein. Einfach zu beschenken sind jene Mütter, die schon im Vorfeld Andeutungen oder noch besser klare Aussagen darüber machen, was sie gerne hätten. In den anderen Fällen bleibt den Kindern nichts anderes übrig, als während des ganzen Jahres gut hinzuhören, ob sie einen Wunsch äussert, den Vater oder die Geschwister  befragen oder der eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Wenn Sie sich für einen Ausflug entscheiden, kommt hier der Wetterbericht für Sie. Am Sonntag wird von den Meteorologen 16°C als Höchsttemperatur angegeben und es soll mit 20% Restrisiko nicht regnen.

Ich wünsche an dieser Stelle allen Müttern und ihren Kindern einen wunderschönen Muttertag.

 

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Geschlechtergerechte Sprache

von Petra Brändle, Mauren am 25.04.2012

 

Die empirischen Studien an der Universität Mannheim (Stahlberg/Sczesny 2001) belegen, dass die ausschließliche Verwendung der männlichen Sprachform zu einem geringeren gedanklichen Einbezug von Frauen führt. In den Experimenten wurde den Probandinnen und Probanden jeweils ein Fragebogen in drei unterschiedlichen Sprachversionen (männliche, weibliche, neutrale) vorgelegt. In der Vorlage mit beiden Geschlechtern wurden mehr weibliche Personen als Antwort genannt, als in der rein männlichen Form, bei der kaum an die Frauen gedacht wurde. Aufgrund der empirischen Forschungsergebnisse fordert Preussler (2004) den Verzicht auf die Verwendung der rein männlichen Form zugunsten der (geschlechts-) gerechten Formulierungen.

Ein häufiges Argument von Gegnern der Umsetzung gendersensibler Sprache ist laut Friesenbichler (2008) folgendes: „Geschlechtergerechter Sprachgebrauch vermag womöglich etwas zu bewegen. Es gibt hingegen viele weitaus wichtigere Bereiche, die Gender Mainstreaming tatsächlich umsetzen können.“ Die Autorin widerspricht dieser Aussage durch das Argument, dass die Sprache das Medium ist, mit dem Menschen denken und ihre Wirklichkeit herstellen und somit durch sie einen großen Einfluss auf sich selbst und andere ausüben: „Versuchen wir, sprachlich Chancengleichheit aufzutun, so gelingt es uns ein Stück weit, diese Traditionen mit ihren alten Rollenvorstellungen, die durch die Sprache ungebrochen weitervermittelt wurden, aufzubrechen“.

Zahlreiche Anleitungen zu geschlechtergerechtem Sprachgebrauch sind im Internet erhältlich. Zum Beispiel unter http://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechtergerechte_Sprache.

 

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